© Reinaldo Coddou (11FREUNDE)

Benannt nach Theodor Mommsen (1817-1903), dem deutschen Historiker und Literatur-Nobelpreisträger, ist das unter Denkmalschutz stehende städtische Mommsenstadion seit Kriegsende die Heimat von Tennis Borussia und, wie schon davor, des Sport-Clubs Charlottenburg (SCC).

Als Ersatz für die Anlagen des SCC, die dem heutigen Messegelände weichen mussten, wurde 1930 nach dem Entwurf von Forbat und Scheim ein seinerzeit allen sportlichen Anforderungen genügender Tribünenbau mit anschließendem Rasenplatz und einer Aschenbahn errichtet.

Die langgestreckte Straßenfassade des 104 m langen, 3-geschossigen Tribünengebäudes ist durch die beiden elliptisch vorgezogenen Haupttreppenhäuser gegliedert. Auf den Eingängen sitzen vollständig mit Glas verkleidete Eisengerippe, die den Blick auf die geschwungenen Treppen freigeben. Der Tribünenbau beinhaltet im nördlichen Teil einen etwas breiteren Saaltrakt, der als Turnhalle genutzt wird. Bei der Behebung der im 2. Weltkrieg verursachten Bauschäden wurden 1950-56 gleichzeitig einige bauliche Veränderungen vorgenommen. Seit 2000 verfügt das Stadion schließlich über eine elektronische Anzeigetafel.

Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von etwa 15.000 Plätzen, davon 1.800 überdachte Sitzplätze auf der Tribüne. Aus Sicherheitsgründen wurde die Zuschauerkapazität vom DFB auf 11.500 Plätze begrenzt.

Die TeBe-Fans versammeln sich seit 1999 im Block E auf der Gegengeraden, den Gästefans bietet der Block F reichlich Platz.

Neben der ersten Männer- und Frauenmannschaft von Tennis Borussia spielen im Mommsenstadion auch die Fußball-Männer des SCC (Landesliga). Außerdem finden regelmäßig Leichtathletik-Wettkämpfe und American-Football-Partien statt. Die Spiele der 2. und 3. Frauen sowie der Jugend-Teams finden auf den Plätzen der Julius-Hirsch-Sportanlage (Harbigstr.) oder Hans-Rosenthal-Sportanlage (Kühler Weg) statt.